So. Mit etwas Verspätung erreicht nun auch Sie der Bericht über die Erlebnisse der letzten zwei Tage. Wir erinnern uns: Am Montagabend ankerten wir vor unserer Schatzinsel, wo auch hoffentlich unser lang ersehnter Schatz vergraben liegt.
Nun, gestern Morgen folgten wir vertrauensvoll unseren beiden Navigatoren und begannen mit der Wanderung zu unserem Schatz. Wir marschierten durch den Wald und über Wiesen und um 12.30 Uhr machten wir Mittagsrast. Danach ging es weiter, immer der Schatzkarte nach, bis wir schliesslich in der Nähe der verheissungsvollen Stelle einen geeigneten Platz fanden, wo wir unsere Zelte aufschlagen konnten. Es wurde Essen über dem Feuer gekocht und gierig verzehrt. Dann – endlich – machten wir uns auf die Suche nach dem Ziel unserer Reise. Alle suchten eifrig das Gelände ab und schließlich fanden wie sie: die lang ersehnte Schatztruhe. Doch öffnen konnten wir sie noch nicht. Denn sie war leider mit einem Zahlenschloss versehen. Daher wurde die Truhe Lizzy, der Schiffswissenschaftlerin, übergeben. Diese sollte den Code schnellstmöglich knacken. Das Finden unseres Schatzes wurde gebührend am Lagerfeuer gefeiert. Es wurde gesungen, gelacht und Schoggibananen gegessen und erst als die ersten Sterne am Firmament auftauchten, legten wir uns schlafen.
Heute Morgen standen wir schon früh auf und packten nach einem kurzen Frühstück unsere sieben Sachen zusammen. Dann begann der Rückweg zu unserem Schiff, welches wir um die Mittagszeit erreichten. Am Nachmittag erholten wir uns von den Strapazen des letzten Tages bei einem Wellness-Nachmittag. Schön frisiert und die Nägel lackiert wohnten die Kinder am Abend der Versammlung der Leiterinnen-Crew bei. Dabei verkündete die Schiffswissenschaftlerin, dass sie den Code des Schlosses geknackt hätte. Unter grossem Tamtam wurde die Schatztruhe vor aller Augen geöffnet und in dieser Schatztruhe war… NICHTS. Die Schatztruhe war leer. In der allgemeinen Aufregung fand schliesslich Lizzy den Grund für die verpatzte Schatzsuche: Wir sind auf der falschen Insel gelandet! Die Navigatoren – die Schuldigen an dieser Misere – hatten die Karte falsch gelesen. Für dieses Versagen und die damit verbundene unnötige Anstrengung forderte die Crew Vergeltung. Die beiden Angeklagten erhielten einen Anwalt (den Schiffsreparateur) und die restliche Crew fungierte als Geschworene. Nach einer Abstimmung wurden I-Da und I-Dort schuldig gesprochen und mussten zur Strafe den abscheulichen Geheimtrank des Schiffkochs trinken. Doch der Abend endete mit einer guten Nachricht: die Navigatoren berechneten den neuen Kurs für unseren Schatz. Da der Kurs von der Schiffswissenschaftlerin nachgeprüft und als korrekt befunden wurde, konnte unsere Schatzsuche weitergehen! Um trotzdem jegliche Zweifel an unserem neuen Kurs auszuräumen, würde die Leiterinnen-Crew morgen schon vorausfahren und die Gegend erkunden. Damit läge das Oberkommando am Donnerstag bei den Ältesten. Was sie wohl mit den Kindern vorhaben?